Bildungsspender

Hessen vorn: Titel für Sophia Klee und Sophia Klee/Anastasia Bondareva

HTTV im Medaillenspiegel die Nummer eins bei den „Deutschen“ der Jugend

Im Bereich der Mädchen ist der Hessische Tischtennis-Verband das Maß aller Dinge. Bei den Deutschen Meisterschaften der Jugend (U18) dominierten Sophia Klee (Sportclub Niestetal) und Anastasia Bondareva (VfR Fehlheim). Das Duo stand sich im Einzelfinale gegenüber, wobei sich Sophia Klee gegen Anastasia Bondareva mit 4:2 durchsetzte. Die beiden, die in der deutschen Rangliste der U18 die Nummer eins und zwei sind, gaben bei ihrem Erfolg im Doppel insgesamt nur einen Satz ab. Der Einzug ins Finale der Jungen gelang auch Kirill Fadeev (VfR Fehlheim), der allerdings gegen Kay Stumper (SV Salamander Kornwestheim) unterlag.

In welch toller Form sich die Hessen präsentierten, zeigt ein Blick auf den Medaillenspiegel. Zweimal Gold und zweimal Silber bedeuten Platz eins vor Baden-Württemberg, die zwei Siege und einen zweiten Platz erreichten. „Unsere Mädchen und Jungen haben ein sehr gutes Turnier gespielt“, freute sich HTTV Jugendwart Reiner Richardt-Stock.

JDM im Tischtennis: Duell der Freundinnen

WIESBADEN - Sophia Klee und Anastasia Bondareva liegen sich in dem Armen. Die Freundinnen haben gerade zum dritten Mal das Doppel der Deutschen Jugendmeisterschaften im Tischtennis gewonnen, waren als Team genau aufeinander abgestimmt, waren füreinander da, haben funktioniert. Nur fünf Minuten später standen sich Klee und Bondareva im Einzel gegenüber – nicht das erste Duell, das die Erste der deutschen Rangliste Klee und Ranglistenzweite Bondareva am Netz gegeneinander ausgetragen haben.

„Ich weiß gar nicht, wie oft wir schon gegeneinander gespielt haben“, sagte Klee. Die 15-Jährige entschied in der Halle am Platz der Deutschen Einheit nun zum dritten Mal diesen Zweikampf für sich. Zumindest bei der JDM. „Sonst“, verriet die 16-jährige Bondareva, „gewinne ich immer gegen sie“. Die Freundschaft, da sind sich die beiden einig, belaste das aber nicht. „Wir kennen uns jetzt seit zehn Jahren im Tischtennis“, sagte Klee über die „gewohnte Situation“. Bondareva ergänzte: „Man sieht nicht, wer einem da gegenüber steht“, so sehr sei man im Spiel fokussiert. „Ich gönne ihr den Sieg.“

Von Wiesbaden als Austragungsstätte der JDM sind die beiden Hessinnen – Klee startet für den SC Niestetal, Bondareva für den VfR Fehlheim – begeistert. „Die Organisation war top und die Halle ist ideal“, sagt Bondareva. Siegerin Klee findet „die Halle auch ideal für eine Deutsche Meisterschaft“. Die Meisterschaft der Damen und Herren, wie zuletzt in der Rittal Arena in Wetzlar, wird es in nächster Zeit aber wohl eher nicht in Wiesbaden geben. „Da müssten wir 32 Tische stellen, das ist hier in der Halle nicht möglich“, sagt Marc Köhler, Vorsitzender des TTC Rot-Weiß Biebrich und zusammen mit dem TuS Nordenstadt als Ausrichter verantwortlich für die Durchführung. In der Halle am Platz der Deutschen Einheit könnten sie allerdings nur höchstens 16 Tische stellen. „Für die DM bräuchten wir eine noch größere Halle oder zwei Hallen, die direkt nebeneinander liegen“, erklärt Köhler.

Dann klingelt das Handy. Oliver Wirbs, der Abteilungsleiter Tischtennis vom TuS Nordenstadt, ist dran. Vorm Finale muss noch das Siegerpodest aufgebaut, Pokale und Medaillen zurechtgelegt werden. Dauereinsatz für Köhler, Wirbs und alle ehrenamtlichen Helfer. „Das ist natürlich alles größer und professioneller“, sagt Wirbs, seit 20 Jahren unter anderem mitverantwortlich für die Kreismeisterschaften in Wiesbaden. „Ich bin beeindruckt. Von der Veranstaltung und vom sportlichen Niveau, das hier am Wochenende geboten wurde“, sagt Wirbs und meint damit natürlich auch das Einzelfinale der Jungen, in dem sich ebenfalls zwei Titelfavoriten gegenüber standen: Kay Stumper vom SV Salamander Kornwestheim siegte im Duell gegen Kirill Fadeev (VfR Fehlheim). Für Stumper schon der zweite Titel, den er sich in Wiesbaden sicherte: Zwei Jahre zuvor gewann das Ausnahmetalent an gleicher Stelle die U15 gegen eine überwiegend ältere Konkurrenz. Das Doppel ging mit Sven Hennig (FT V. 1844 Freiburg) und Tobias Tran (SpVgg Gröningen-Satteldorf) ebenfalls nach Baden-Württemberg.

Biebrich: Zum 100-jährigen Bestehen ein Länderspiel?

Derweil träumt Biebrichs Vorsitzender Köhler schon von der nächsten Großveranstaltung. In zwei Jahren, 2021, feiern die Rot-Weißen nämlich ihr Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen. „Ein Länderspiel, das wäre mal was!“, hat Köhler schon beim Hessischen Tischtennis-Verband angefragt.

Wiesbadener Vereine Gastgeber der Jugendtitelkämpfe in der Arena am Platz der Deutschen Einheit.

WIESBADEN - Unter normalen Umständen hätte sich Franziska Bohn vom TTC Rot-Weiß Biebrich ohne Probleme für das „Heimspiel“ Ende April, die Deutschen Jugendmeisterschaften 2019 im Tischtennis, die dieses Wochenende in der Halle am Platz der Deutschen Einheit stattfinden, qualifiziert. Erst im Dezember hatte Bohn zusammen mit Carolin Beck (SG Lahr) bei den hessischen Titelkämpfen im Doppel Silber geholt. Im Einzel dann das Malheur: Nach dem letzten Gruppenspiel wurde Bohns Schläger disqualifiziert, was eine schlechtere Auslosung zur Folge hatte. Mit einem Ersatzschläger musste sie der späteren Siegerin gratulieren. „Das ist natürlich schade“, findet Biebrichs Vorsitzender Marc Köhler. Denn für die gerade 18 Jahre alt gewordene Nachwuchsspielerin wäre es vor heimischer Kulisse auch die letzte Teilnahme an einer JDM gewesen.

Seit wann gibt es die Deutschen Jugendmeisterschaften im Tischtennis?

Die JDM fanden erstmals 1948 statt, die Deutschen Schülermeisterschaften gibt es erst seit 1976. Der TTC RW Biebrich und der TuS Nordenstadt sind die Ausrichter der 72. JDM, bei denen insgesamt 96 Nachwuchstalente um den Titel kämpfen. Für die Wiesbadener Vereine bedeutet das jede Menge Organisation. „Wir haben dafür extra Arbeitsgruppen gegründet“, berichtet Köhler, der mit dem TTC schon Erfahrung mit solchen Großveranstaltungen hat. Schließlich ist es für die Rot-Weißen bereits die dritte Bundesveranstaltung. Vor fünf Jahren fanden in Klarenthal die Deutschen Schülermeisterschaften (U 15) statt, vor zweieinhalb Jahren gab es in der Halle am Platz der Deutschen Einheit ein Ranglistenturnier für die Top 24. Der TuS Nordenstadt ist zum ersten Mal als Ausrichter dabei.

Wer darf an der JDM teilnehmen?

Die Teilnehmer kommen aus allen Bundesländern. Insgesamt gehen je 48 Jungen und Mädchen an die Tische. In der Gruppenphase (je zwölf Gruppen mit vier Spielern) geht es im Einzel zunächst „Jeder gegen jeden“. Die beiden Besten jeder Gruppe qualifizieren sich für die K.o.-Runde. Die Doppel werden gleich im K.o.-System ausgespielt. Am Start sind auch sieben Mädchen und sechs Jungen aus Hessen (Hessischer Tischtennis-Verband, HTTV), zum Beispiel Leon Pradler von Eintracht Frankfurt oder Titelverteidigerin Sophia Klee vom SC Niestetal.

Wer sind die Topfavoriten?

Ob sie es auch ein drittes Mal schafft? Vor zwölf Monaten verteidigte Klee in Berlin ihren Überraschungserfolg von 2017 in ihrem letzten Schülerinnenjahr gegen die überwiegend ältere Konkurrenz. Aber auch Anastasia Bondareva von der VfR Fehlheim und Franziska Schreiner vom TV Hofstetten zählen zu den Favoritinnen. Bei den Jungen geht Kay Stumper vom SV Salamander Kornwestheim als klarer Favorit ins Rennen. Mit zwölf Jahren gewann das Ausnahmetalent in Wiesbaden die U 15 gegen eine überwiegend ältere Konkurrenz. Auch Kirill Fadeev (VfR Fehlheim) kann sich Hoffnungen auf den Titel machen. Titelverteidiger Cedric Meissner (TuS Celle) nimmt hingegen nicht teil.

Wie ist die JDM des Tischtennis-Nachwuchses einzuordnen?

„Auf nationaler Ebene haben die Deutschen Meisterschaften der Jugend den höchsten Stellenwert im Nachwuchsbereich“, sagt Köhler. Außerdem ist Wiesbaden die letzte Veranstaltung zur Nominierung für die Tischtennis Jugendeuropameisterschaften, die vom 7. bis zum 16. Juli im tschechischen Ostrava stattfinden.

Wie sieht der Zeitplan am Wochenende aus?

Samstag und Sonntag beginnen die Wettbewerbe jeweils um 9 Uhr. Samstags mit den Gruppenspielen im Einzel, die Finalspiele im Einzel und Doppel sind für Sonntag ab 13:15 Uhr geplant.

Kostet die Veranstaltung Eintritt?

Pro Tag beträgt der Eintritt an der Tageskasse drei Euro, der Eintritt für beide Tage kostet fünf Euro. „Mit dem überschaubaren Betrag wollen wir die Veranstaltung aufwerten“, erläutert Köhler.

WIESBADEN - Die Lehrbücher für modernes Tischtennis empfehlen die Vorhandtechnik. Soweit die Theorie. Doch Timo Nguyen spielt anders. Der Zehnjährige besitzt eine starke Rückhand, nutzt diese bevorzugt und hervorragend in seinem Spiel. „Sie ist bei ihm sehr stabil und für sein Alter weit entwickelt. Das ist eher ungewöhnlich“, berichtet Timos Trainer beim TTC Rot-Weiß 1921 Biebrich, Marc Köhler. Der aktuelle Bundestrainer Jörg Roßkopf sei damit auch Nationalspieler geworden, fügt Köhler noch an.Soweit ist es bei Timo noch lange nicht. Aber der Fünftklässler ist ein großes Talent. Köhler traut ihm viel zu. Gerade in den vergangenen Monaten hat der Junge mit deutschen und vietnamesischen Wurzeln einen großen Leistungssprung gemacht. „Er ist gerade auf dem Weg nach oben, er wird kommen“, sagt Köhler. Der hessische Landestrainer hat bereits ein Auge auf Timo geworfen, ihn zum Kader-Training eingeladen. Denn regelmäßig beweist der C-Schüler in der A-Schülerklasse bei den 12- bis 15-Jährigen, was in ihm steckt. Obwohl um einige Jahre jünger und körperlich unterlegen, hält der Zehnjährige dank seiner Technik und Geschwindigkeit mit. Bei den Bezirksmeisterschaften schaffte er gerade den dritten Platz. In drei Wochen will Timo bei den hessischen Titelkämpfen nachlegen. Mit Begeisterung geht er dreimal in der Woche zum Training. „Ich liebe es. Man kann scharf schlagen und auch mit Unterschnitt. Und es ist schön, dass man immer besser und nie schlechter wird. Am schönsten ist es nach einem Sieg“, erzählt er. Durch eine Schul-AG in der Grundschule kam Timo zum schnellen Sport mit dem kleinen Ball. „Ich bin einfach mal hingegangen. Der Trainer hat mich dann gefragt, ob ich nicht zum Verein kommen will. Das habe ich gemacht“, erinnert sich Timo zurück.

Dort habe es ihm dann so gut gefallen, dass er blieb. In der nur wenige Minuten von seinem Wohnort entfernten Trainingshalle des TTC RW hat der Gymnasiast seither viel gelernt und sich stetig weiterentwickelt. Die Schlagvarianten wie Topspin, Sidespin, Schupfball, Flip, Schmetterball und Ballonabwehr beherrscht er mittlerweile gut bis sehr gut. „Dabei ist meine Rückhand aber besser als die Vorhand. Und ich kann den Kopf-über-Aufschlag sowie den Site-unter-Aufschlag gut“, erzählt der Pfiffikus. Zu seinen Stärken zählt auch seine Schnelligkeit.

Köhler bescheinigt seinem Schützling zudem eine sehr gute Übersicht, auch wenn er noch besser antizipieren müsste. Reserven liegen hingegen noch im Aufschlagspiel. Da mache er zu wenig Punkte und könnte noch mehr rausholen. „Timo macht viele spektakuläre Punkte und nur wenig leichte“, sagt Köhler. Er arbeitet unheimlich gern mit dem aufgeweckten Jungen. Timo sei im Training hoch konzentriert. „Viel besser kann man es nicht machen“, berichtet der Coach, der das Talent als ganz tolles Kind beschreibt: „Aus dem wird mal was im Leben.“ Steht der Junge nicht an der Platte, geht er gern raus, trifft sich mit Freunden oder spielt Play-Station. Seit Kurzem hat er ein weiteres Hobby entdeckt: Gitarre spielen. Das Feingefühl in den Händen dafür hat Timo ja schon.

Im Spitzenspiel der Tischtennis-Oberliga konnte RW Biebrich dem Gast aus Kassel nur phasenweise Paroli bieten und unterlag letztendlich deutlich mit 4:9. Am drauffolgenden Doppelspieltag folgten dagegen gleich zwei 9:5-Erfolge in Gießen und zuhause gegen Dreieichenhain, so das man sich nun auf Platz 3 der Tabelle wiederfindet.

WIESBADEN - Nach dem gelungenen Saisonauftakt in der Tischtennis-Oberliga muss der TTC RW Biebrich am Sonntag (13.30 Uhr) in der neuen Halle der Freiherr-vom-Stein-Schule Farbe bekennen. Dem 8:8-Remis zum Saisonauftakt bei der in Bestbesetzung angetretenen TG Langenselbold ließ das Team beachtliche Siege gegen NSC Watzenborn-Steinberg (9:5) und Regionalliga-Absteiger TuS Kriftel (9:6) folgen. Nun kommt der mit drei Siegen gestartete SVH Kassel zum Spitzenspiel nach Biebrich. Und klar ist, dass sich der Sieger erst einmal an der Spitze der Liga einnisten wird.

WIESBADEN - Mit zwei Siegen (9:7 in Münster und 9:5 gegen Bad Homburg II) beendete der TTC RW Biebrich die Saison in der Tischtennis-Oberliga erfolgreich. Bei den Damen hat sich Hessenligist TTC RW Biebrich durch den 8:4-Derbysieg gegen den TuS Nordenstadt den Klassenverbleib gesichert.

Herren Oberliga Hessen

DJK BW Münster – TTC RW Biebrich 7:9. – Beim Schlusslicht und Absteiger fiel den Gästen der Sieg ganz schwer. Schließlich setzten sich Bomsdorf/Kacerauskas (2), Matthias Bomsdorf (2), Agnius Kacerauskas (2) und Jens Lilienthal als Matchwinner knapp durch. Münsters Nr. 1, Tobias Beck, schenkte dabei verletzungsbedingt seine Einzel ab.

TTC RW Biebrich – TTC OE Bad Homburg II 9:5. – Ein gelungener Abschluss nach einer Saison mit Höhen und Tiefen und Rang 4. Bomsdorf/Kacerauskas, Lilienthal/Gehm, Jens Lilienthal (2), Andreas Gehm (2), Matthias Bomsdorf, Agnius Kacerauskas und Niels Felder besiegten einen Gegner, bei dem zwei Stammspieler fehlten.

Herren Bezirksoberliga Süd

TTC RW Biebrich III – TV Bermbach 4:9. – Der Absteiger (Bozbiyik/Lantzsch, Cacija/Sardarian, Ibrahim Bozbiyik, Joachim Schulz) versuchte alles, doch hatten Arndt/Gerhardt, Jens Jonas (2), Joachim Guckes (2), Simon-André Arndt (2), Michael Gölz und Patrick Ruber nach 4:4 den längeren Atem.

Damen Hessenliga Süd-West

TTC RW Biebrich – TuS Nordenstadt 8:4. – Die Gastgeber übernahmen ohne Umwege die Initiative – und ließen dank Sciglaite/Schrenner, Tran/Lauf, Kornelija Sciglaite (2), Thao Tran (2), Katharina Lauf und Katharina Schrenner nicht mehr locker, so sehr sich die Gäste mit der überragenden Viola McKearney (3) und Carina Grundstein auch dagegen stemmten.

Damen Bezirksoberliga Süd

TuRa Niederhöchstadt – TTC RW Biebrich III 8:5. – Nach 0:4- und 2:7-Rückständen kamen Daniela Wichert (2), Marleen Sievers (2) und Silvia Grundstein noch einmal viel versprechend ran.

VALETTA - (gbr). Mit einem ordentlichen 15. Platz haben die Tischtennis-Mädchen der Wiesbadener Diltheyschule das Abenteuer Schul-Weltmeisterschaften in Malta abgeschlossen. „Es war ein tolles Erlebnis für alle“, erklärte Betreuer Frank Wiegand. Sportlich wäre für die Talente Franziska Bohn, Marlene Zettl, Corinna Luyven und Katharina Hardt, die alle auch für Rot-Weiß Biebrich aktiv sind, sogar noch einen Tick mehr drin gewesen. In der Vorrunde unterlagen die deutschen Vertreterinnen, die erstmals bei Titelkämpfen dieser Größenordnung aufschlugen, Bulgarien (0:6), Taiwan (0:6) und Luxemburg (2:6), gegen die Vereinigten Arabischen Emirate gewannen sie 6:0.

Knappe Spiele gegen Bulgarien und Luxemburg

„Taiwan hat in einer anderen Liga gespielt, aber gegen Bulgarien und Luxemburg waren es alles sehr knappe Spiele“, berichtete Wiegand. In der Endrunde folgte nach einem 4:1-Erfolg gegen Israel ein 0:4 gegen England. Die Mädchen der Diltheyschule hatten sich als Sieger des Bundesentscheids „Jugend trainiert für Olympia“ im vergangenen Jahr für die WM qualifiziert.

Wiesbadener Kurier vom 26. März 2018

Von Angelika Eder

Heute wird er 65 Jahre alt: Bernd Stüllein, der eingefleischte Ehrenamtler aus Erbenheim. Für ihn ist es selbstverständlich, dass er sich ungeachtet des Rentenalters weiterhin für Tischtennissport und Jugend engagieren wird – wie seit über drei Jahrzehnten. Dass dieser Einsatz vor Kurzem mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen gewürdigt wurde, freut ihn sehr, zumal der Staat seiner Meinung prinzipiell zu wenig tut, um das Ehrenamt zu fördern.

Kein Geld für Kostenpauschale

„Man sollte zumindest einen Betrag X am Ende des Jahres bei der Steuer absetzen können, denn manche Vereine haben heute noch nicht einmal Geld für eine Kostenpauschale. Und es fallen dochzwangsläufig Fahrtkosten und andere Ausgaben an.“ Aber auch ohne diese Möglichkeit bleibt der einst bei „Lachmann Pelze” tätige Kürschnermeister dem TTC Rot-Weiß 1921 Biebrich als Ehrenvorsitzender und Berater erhalten. In diesem Verein, der seinerzeit noch Sportverein Rot-Weiß 1921 Biebrich geheißen hatte und auf Stülleins Initiative hin umbenannt worden war, fungierte er von 1984 bis 1990 sowie von 1998 bis 2012 als Vorsitzender.

2006 rief er die Damenabteilung ins Leben

Als solcher vermochte er kontinuierlich die Zahl der Mitglieder und Mannschaften zu steigern. „Heute ist das einer der größten Tischtennis-Vereine im Rhein-Main-Gebiet und darin spielt die beste weibliche Jugend in Hessen“, betont Stüllein voller Stolz. Und das zu Recht, schließlich war er es, der 2006 die Damenabteilung ins Leben rief, die mittlerweile vier Mannschaften stellt.

Vorbereitung der Deutschen Jugendmeisterschaft

Eine Herzensangelegenheit ist ihm auch schon lange die Unterstützung von Kindern mit Migrationshintergrund. In Gesprächen mit ihnen, die meist infolge der Ortsmeisterschaften an Biebricher Grundschulen zum TTC Rot-Weiß kommen, stelle man fest, wie man helfen könne. „Das reicht von der Hausaufgabenüberwachung bis zur Vermittlung einer Lehrstelle.“

Zu diesem Zweck gibt es laut Stüllein auch unter der Leitung seines Nachfolgers Marc Köhler ein gutes Team in dem Verein mit derzeit rund 200 Mitgliedern. Für die Jugendbetreuung steht der Senior selbst nach eigenen Worten als „Stand-by-man“ zur Verfügung. Wenn etwa ein Trainer ausfalle, springe er ein, auch wenn er nach drei Operationen des Karpaltunnel-Syndroms nicht mehr so richtig spielen könne. Aber es reiche, um mal etwas zu demonstrieren und Ratschläge zu geben.

Momentan ist Bernd Stüllein in die Vorbereitung der Deutschen Jugendmeisterschaften involviert, die im April 2019 im TTC Rot-Weiß stattfinden werden. „Das ist schon etwas Großes, denn dann sind Jugendliche dabei, die in ein paar Jahren bei der Olympiade antreten.“ Bei dem Gedanken daran beginnt er im Gespräch mit dieser Zeitung zu strahlen. Ihm geht halt unübersehbar das Herz auf, wenn er über Tischtennis spricht, „eine der anerkanntesten Bewegungssportarten, bei der jeder Muskel beschäftigt ist und den man, wenn man einigermaßen fit ist, bis ins hohe Alter spielen kann. Wir haben eine Hobbyabteilung, in der Menschen über 70 spielen.“

WIESBADEN - In der Tischtennis-Oberliga Hessen brachte der TTC RW Biebrich mit dem 8:8 beim Tabellenführer TG Obertshausen eine dicke Überraschung zustande. Das schafften auch Biebrichs Damen in der Hessenliga, die nach dem 8:2-Sieg gegen Schlusslicht TV Reinheim vom Tabellenzweiten aus Bürstadt beide Punkte mitbrachten (8:6). 

Herren Oberliga Hessen

TG Obertshausen – TTC RW Biebrich 8:8. – „Bei 8:5-Führung hatten wir sogar den Sieg auf den Schlägern“, war Marc Köhler, der selbst als Ersatzmann fungiert hatte, nach der Partie ganz begeistert. Denn bis dahin hatten Bomsdorf/Kacerauskas, David Rothmann sowie die bärenstarken Matthias Bomsdorf (2), Jens Lilienthal (2) und Andreas Gehm (2) für Furore gesorgt. Der erste Punktverlust für den Titelanwärter überhaupt.

Herren Bezirksoberliga Süd

TuS Kriftel IV – TTC RW Biebrich III 9:6. – Für die geschlagenen Bouhmara/Cacija, Ibrahim Bozbiyik (2), Ivan Cacija (2) und Michael Sardarian ist die Lage am Tabellenende hoffnungslos.

Damen Hessenliga Süd-West

TTC RW Biebrich – TV Reinheim 8:2. – Der erwartete Sieg gegen den Tabellenletzten fiel dank Tran/Lauf, Kornelija Sciglaite (2), Katharina Schrenner (2), Katharina Lauf (2) und Thao Tran eindeutig aus.

TV Bürstadt – TTC RW Biebrich 6:8. – Eine Glanzleistung von Sciglaite/B. Pfaffendorf, Tran/ Lauf, Kornelija Sciglaite (3), Thao Tran (2) und Katharina Lauf, für die es nach 6:1-Führung noch einmal eng wurde. Zu den direkten Abstiegsplätzen hat man nun etwas Abstand.

Damen Verbandsliga West

TTC RW Biebrich II – TV Igstadt 8:2. – Mit dem Sieg von Katharina Hardt (2), Salina Pfaffendorf (2), Corinna Friese und drei kampflosen Erfolgen konnten die Gastgeberinnen punktemäßig zum Gegner aufschließen, der nur zu dritt antrat und durch Kopp/Burneleit und Anja Schmidt zu den Gegenpunkten kam. Beide wollen die Abstiegsrelegation vermeiden.

Damen Bezirksoberliga Süd

SG Hausen – TTC RW Biebrich III 8:2. – Eine unerwartet klare Pleite für die Gäste bei Gegenpunkten von Co. Luyven/Cl. Luyven und Corinna Luyven.

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