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WIESBADEN - Nach dem gelungenen Saisonauftakt in der Tischtennis-Oberliga muss der TTC RW Biebrich am Sonntag (13.30 Uhr) in der neuen Halle der Freiherr-vom-Stein-Schule Farbe bekennen. Dem 8:8-Remis zum Saisonauftakt bei der in Bestbesetzung angetretenen TG Langenselbold ließ das Team beachtliche Siege gegen NSC Watzenborn-Steinberg (9:5) und Regionalliga-Absteiger TuS Kriftel (9:6) folgen. Nun kommt der mit drei Siegen gestartete SVH Kassel zum Spitzenspiel nach Biebrich. Und klar ist, dass sich der Sieger erst einmal an der Spitze der Liga einnisten wird.

„Wir sehen Kassel als leicht favorisiert an. Mit ihrem polnischen Spitzenspieler Michal Bankosz haben sie einen Mann mit Champions-League-Erfahrung dabei. Außerdem versucht sich ihre Nummer 2, Tom Schmidt, seit Kurzem als Profi und trainiert jeden Tag in Frankfurt“, sagt Abteilungsleiter Marc Köhler, der eine harte Prüfung auf seine Rot-Weißen zukommen sieht. Zumal auch die übrigen Akteure des Gegners erste Klasse darstellen. Er baut dabei auf eine neu gewonnene Heimstärke: „Wir konnten in unserer neuen und modernen Halle bisher glänzen und fühlen uns hier sehr wohl.“

Schon zuletzt gegen Kriftel mussten die Gastgeber allerdings auf Niels Felder verzichten, der für ein halbes Jahr in Neuseeland weilt. Doch Ersatzmann Sam Logue zeigte bei seiner Premiere, dass er in der Oberliga mithalten kann. Kapitän Matthias Bomsdorf hält große Stücke auf ihn: „Sam ist ein echter Teamplayer und für unsere Mannschaft ein Gewinn.“

Biebrichs Nummer 1, Matthias Bomsdorf selbst, zeigte bisher keine Schwächen, ist ungeschlagen und besiegte dabei Langenselbolds Asse Richard Prause (Ex-Nationalspieler) und Christoph Waltemode ebenso mit 3:1 wie beide Krifteler Gegner. Gegen Watzenborn-Steinberg ließ Bomsdorf dann dem 3:1 gegen Florian Müller sogar ein 3:0 gegen den früheren Hessenmeister Fabian Moritz folgen.

Doch Bomsdorf sagt auch: „Wir müssen uns spielerisch trotz des Heimsiegs gegen Kriftel nochmals steigern, um gegen Kassel erfolgreich bestehen zu können.“ Hochklassiger Sport ist auf jeden Fall zu erwarten. Und die Hausherren hoffen, dass viele Fans zur Unterstützung den Weg in die Halle finden werden.

WIESBADEN - Mit zwei Siegen (9:7 in Münster und 9:5 gegen Bad Homburg II) beendete der TTC RW Biebrich die Saison in der Tischtennis-Oberliga erfolgreich. Bei den Damen hat sich Hessenligist TTC RW Biebrich durch den 8:4-Derbysieg gegen den TuS Nordenstadt den Klassenverbleib gesichert.

Herren Oberliga Hessen

DJK BW Münster – TTC RW Biebrich 7:9. – Beim Schlusslicht und Absteiger fiel den Gästen der Sieg ganz schwer. Schließlich setzten sich Bomsdorf/Kacerauskas (2), Matthias Bomsdorf (2), Agnius Kacerauskas (2) und Jens Lilienthal als Matchwinner knapp durch. Münsters Nr. 1, Tobias Beck, schenkte dabei verletzungsbedingt seine Einzel ab.

TTC RW Biebrich – TTC OE Bad Homburg II 9:5. – Ein gelungener Abschluss nach einer Saison mit Höhen und Tiefen und Rang 4. Bomsdorf/Kacerauskas, Lilienthal/Gehm, Jens Lilienthal (2), Andreas Gehm (2), Matthias Bomsdorf, Agnius Kacerauskas und Niels Felder besiegten einen Gegner, bei dem zwei Stammspieler fehlten.

Herren Bezirksoberliga Süd

TTC RW Biebrich III – TV Bermbach 4:9. – Der Absteiger (Bozbiyik/Lantzsch, Cacija/Sardarian, Ibrahim Bozbiyik, Joachim Schulz) versuchte alles, doch hatten Arndt/Gerhardt, Jens Jonas (2), Joachim Guckes (2), Simon-André Arndt (2), Michael Gölz und Patrick Ruber nach 4:4 den längeren Atem.

Damen Hessenliga Süd-West

TTC RW Biebrich – TuS Nordenstadt 8:4. – Die Gastgeber übernahmen ohne Umwege die Initiative – und ließen dank Sciglaite/Schrenner, Tran/Lauf, Kornelija Sciglaite (2), Thao Tran (2), Katharina Lauf und Katharina Schrenner nicht mehr locker, so sehr sich die Gäste mit der überragenden Viola McKearney (3) und Carina Grundstein auch dagegen stemmten.

Damen Bezirksoberliga Süd

TuRa Niederhöchstadt – TTC RW Biebrich III 8:5. – Nach 0:4- und 2:7-Rückständen kamen Daniela Wichert (2), Marleen Sievers (2) und Silvia Grundstein noch einmal viel versprechend ran.

VALETTA - (gbr). Mit einem ordentlichen 15. Platz haben die Tischtennis-Mädchen der Wiesbadener Diltheyschule das Abenteuer Schul-Weltmeisterschaften in Malta abgeschlossen. „Es war ein tolles Erlebnis für alle“, erklärte Betreuer Frank Wiegand. Sportlich wäre für die Talente Franziska Bohn, Marlene Zettl, Corinna Luyven und Katharina Hardt, die alle auch für Rot-Weiß Biebrich aktiv sind, sogar noch einen Tick mehr drin gewesen. In der Vorrunde unterlagen die deutschen Vertreterinnen, die erstmals bei Titelkämpfen dieser Größenordnung aufschlugen, Bulgarien (0:6), Taiwan (0:6) und Luxemburg (2:6), gegen die Vereinigten Arabischen Emirate gewannen sie 6:0.

Knappe Spiele gegen Bulgarien und Luxemburg

„Taiwan hat in einer anderen Liga gespielt, aber gegen Bulgarien und Luxemburg waren es alles sehr knappe Spiele“, berichtete Wiegand. In der Endrunde folgte nach einem 4:1-Erfolg gegen Israel ein 0:4 gegen England. Die Mädchen der Diltheyschule hatten sich als Sieger des Bundesentscheids „Jugend trainiert für Olympia“ im vergangenen Jahr für die WM qualifiziert.

Wiesbadener Kurier vom 26. März 2018

Von Angelika Eder

Heute wird er 65 Jahre alt: Bernd Stüllein, der eingefleischte Ehrenamtler aus Erbenheim. Für ihn ist es selbstverständlich, dass er sich ungeachtet des Rentenalters weiterhin für Tischtennissport und Jugend engagieren wird – wie seit über drei Jahrzehnten. Dass dieser Einsatz vor Kurzem mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen gewürdigt wurde, freut ihn sehr, zumal der Staat seiner Meinung prinzipiell zu wenig tut, um das Ehrenamt zu fördern.

Kein Geld für Kostenpauschale

„Man sollte zumindest einen Betrag X am Ende des Jahres bei der Steuer absetzen können, denn manche Vereine haben heute noch nicht einmal Geld für eine Kostenpauschale. Und es fallen dochzwangsläufig Fahrtkosten und andere Ausgaben an.“ Aber auch ohne diese Möglichkeit bleibt der einst bei „Lachmann Pelze” tätige Kürschnermeister dem TTC Rot-Weiß 1921 Biebrich als Ehrenvorsitzender und Berater erhalten. In diesem Verein, der seinerzeit noch Sportverein Rot-Weiß 1921 Biebrich geheißen hatte und auf Stülleins Initiative hin umbenannt worden war, fungierte er von 1984 bis 1990 sowie von 1998 bis 2012 als Vorsitzender.

2006 rief er die Damenabteilung ins Leben

Als solcher vermochte er kontinuierlich die Zahl der Mitglieder und Mannschaften zu steigern. „Heute ist das einer der größten Tischtennis-Vereine im Rhein-Main-Gebiet und darin spielt die beste weibliche Jugend in Hessen“, betont Stüllein voller Stolz. Und das zu Recht, schließlich war er es, der 2006 die Damenabteilung ins Leben rief, die mittlerweile vier Mannschaften stellt.

Vorbereitung der Deutschen Jugendmeisterschaft

Eine Herzensangelegenheit ist ihm auch schon lange die Unterstützung von Kindern mit Migrationshintergrund. In Gesprächen mit ihnen, die meist infolge der Ortsmeisterschaften an Biebricher Grundschulen zum TTC Rot-Weiß kommen, stelle man fest, wie man helfen könne. „Das reicht von der Hausaufgabenüberwachung bis zur Vermittlung einer Lehrstelle.“

Zu diesem Zweck gibt es laut Stüllein auch unter der Leitung seines Nachfolgers Marc Köhler ein gutes Team in dem Verein mit derzeit rund 200 Mitgliedern. Für die Jugendbetreuung steht der Senior selbst nach eigenen Worten als „Stand-by-man“ zur Verfügung. Wenn etwa ein Trainer ausfalle, springe er ein, auch wenn er nach drei Operationen des Karpaltunnel-Syndroms nicht mehr so richtig spielen könne. Aber es reiche, um mal etwas zu demonstrieren und Ratschläge zu geben.

Momentan ist Bernd Stüllein in die Vorbereitung der Deutschen Jugendmeisterschaften involviert, die im April 2019 im TTC Rot-Weiß stattfinden werden. „Das ist schon etwas Großes, denn dann sind Jugendliche dabei, die in ein paar Jahren bei der Olympiade antreten.“ Bei dem Gedanken daran beginnt er im Gespräch mit dieser Zeitung zu strahlen. Ihm geht halt unübersehbar das Herz auf, wenn er über Tischtennis spricht, „eine der anerkanntesten Bewegungssportarten, bei der jeder Muskel beschäftigt ist und den man, wenn man einigermaßen fit ist, bis ins hohe Alter spielen kann. Wir haben eine Hobbyabteilung, in der Menschen über 70 spielen.“

WIESBADEN - In der Tischtennis-Oberliga Hessen brachte der TTC RW Biebrich mit dem 8:8 beim Tabellenführer TG Obertshausen eine dicke Überraschung zustande. Das schafften auch Biebrichs Damen in der Hessenliga, die nach dem 8:2-Sieg gegen Schlusslicht TV Reinheim vom Tabellenzweiten aus Bürstadt beide Punkte mitbrachten (8:6). 

Herren Oberliga Hessen

TG Obertshausen – TTC RW Biebrich 8:8. – „Bei 8:5-Führung hatten wir sogar den Sieg auf den Schlägern“, war Marc Köhler, der selbst als Ersatzmann fungiert hatte, nach der Partie ganz begeistert. Denn bis dahin hatten Bomsdorf/Kacerauskas, David Rothmann sowie die bärenstarken Matthias Bomsdorf (2), Jens Lilienthal (2) und Andreas Gehm (2) für Furore gesorgt. Der erste Punktverlust für den Titelanwärter überhaupt.

Herren Bezirksoberliga Süd

TuS Kriftel IV – TTC RW Biebrich III 9:6. – Für die geschlagenen Bouhmara/Cacija, Ibrahim Bozbiyik (2), Ivan Cacija (2) und Michael Sardarian ist die Lage am Tabellenende hoffnungslos.

Damen Hessenliga Süd-West

TTC RW Biebrich – TV Reinheim 8:2. – Der erwartete Sieg gegen den Tabellenletzten fiel dank Tran/Lauf, Kornelija Sciglaite (2), Katharina Schrenner (2), Katharina Lauf (2) und Thao Tran eindeutig aus.

TV Bürstadt – TTC RW Biebrich 6:8. – Eine Glanzleistung von Sciglaite/B. Pfaffendorf, Tran/ Lauf, Kornelija Sciglaite (3), Thao Tran (2) und Katharina Lauf, für die es nach 6:1-Führung noch einmal eng wurde. Zu den direkten Abstiegsplätzen hat man nun etwas Abstand.

Damen Verbandsliga West

TTC RW Biebrich II – TV Igstadt 8:2. – Mit dem Sieg von Katharina Hardt (2), Salina Pfaffendorf (2), Corinna Friese und drei kampflosen Erfolgen konnten die Gastgeberinnen punktemäßig zum Gegner aufschließen, der nur zu dritt antrat und durch Kopp/Burneleit und Anja Schmidt zu den Gegenpunkten kam. Beide wollen die Abstiegsrelegation vermeiden.

Damen Bezirksoberliga Süd

SG Hausen – TTC RW Biebrich III 8:2. – Eine unerwartet klare Pleite für die Gäste bei Gegenpunkten von Co. Luyven/Cl. Luyven und Corinna Luyven.

Bei den hessischen Titelkämpfen des Tischtennis-Nachwuchses im nordhessischen Niestetal schlugen sich die heimischen Talente sehr ordentlich. Besonders die junge Denisa Cotruta vom TTC Rot-Weiß Biebrich glänzte mit dem zweiten Rang im Schülerinnen-C-Doppel. Um ein Haar wäre der neunjährigen Treburerin sogar der ganz große Wurf gelungen, führte sie doch gemeinsam mit ihrer Partnerin Sienna Stelting vom TTC Salmünster im Finale gegen Lorena Morsch und Solveig Ehrt (NSC Watzenborn-Steinberg) bereits mit 2:0 Sätzen.

WIESBADEN - Denisa Cotruta steht an der großen grünen Tischtennisplatte. Konzentriert wartet die Neunjährige auf den Ball ihrer Gegnerin. Als er kommt, schlägt sie sicher und variantenreich zurück. Ihr Trainer beim TTC RW Biebrich ist immer wieder verwundert, wie kontrolliert die Grundschülerin agiert. „In ihrem jungen Alter ist das eher selten. Sie hat zudem einen sehr guten Aufschlag, spielt schnell und gut nach vorn, kann lange Ballwechsel“, erklärt David Rothmann. Denisa ist ein Naturtalent. In kürzester Zeit schaffte sie den Sprung ins Leistungszentrum nach Frankfurt und in den Hessenkader. Entwickelt sie sich in diesen rasanten Schritten weiter, wird sie im kommenden Jahr bei der Bundeskadersichtung dabei sein.

„Das ist eigentlich nicht normal. Die meisten Talente brauchen zwei, drei Jahre, um in den Kader zu kommen“, sagt Rothmann. Bei Denisa hat es nicht mal zwölf Monate gedauert. Dabei ist sie im Februar 2016 eher zufällig zum schnellen Sport mit der kleinen Kelle gekommen. „Da habe ich auf einem Spielplatz zum ersten Mal überhaupt gespielt. Das hat mir gleich supergut gefallen. Es ist so ein schöner und sauberer Sport. Man braucht viel Konzentration“, erzählt die Viertklässlerin aus Trebur bei Groß-Gerau. Nur wenige Tage später nahm sie an einer Minimeisterschaft in ihrem Heimatort teil und gewann auf Anhieb. Danach gab es kein Halten mehr. „Manchmal weiß man einfach gleich, wenn man etwas gut kann. Sie hat gemerkt, dass sie Talent und Freude hat“, sagt Rothmann.

Beim TSV 05 Trebur machte das in Spanien geborene Mädchen mit rumänischen Wurzeln ihre ersten Schritte im Verein. Doch der wurde schnell zu klein für sie. Bereits im November 2016 folgte der Ruf ins Landesleistungszentrum Frankfurt. Dort trainiert sie mittlerweile viermal in der Woche beim ehemaligen Bundesliga- und Nationalspieler Peter Engel. Zusätzlich übt sie seit dem Sommer einmal wöchentlich in Biebrich.

Für die Familie, die erst seit ein paar Jahren in Deutschland wohnt, bedeutet das einen hohen zeitlichen Aufwand. Der Papa begleitet seine Tochter zum Training und zu den Wettkämpfen. Erste Erfolge konnte Denisa bereits feiern, die Pokale stehen gut sortiert im Kinderzimmer. Bei einem internationalen Turnier im belgischen Lüttich wurde sie starke Achte. Im Dezember sollen bei den Hessenmeisterschaften weitere Titel folgen. Dort hat sich die Schülerin sowohl für die Konkurrenz bei den Schülerinnen C wie auch den älteren B-Mädchen qualifiziert. Denisa geht optimistisch in die Spiele, kennt aber auch noch ihre Reserven. „Ich bin erst am Anfang, habe noch so viel zu lernen“, erklärt die Rechtsauslegerin, die eifrig am Spin übt. Der gelingt ihr noch nicht. Für ihren Traum, einmal eine der besten Tischtennisspielerinnen zu werden, will sie alles geben. Großes Vorbild ist dabei niemand Geringeres als der aktuell weltbeste Spieler Ma Long aus China – amtierender Weltmeister, Olympiasieger und Weltranglistenerster.

WIESBADEN - Ein Lob, das alle stolz machte. „Ihr seid die Gesichter der Sportstadt Wiesbaden und über die Grenzen hinaus“, sagt Ute Buss, Vorsitzende der Wiesbadener Sportförderung (Wispo), anlässlich des Weihnachtsbrunchs im Hotel Oranien. Doch es gab nicht nur Komplimente, sondern am 1. Advent auch Fördermittel zu verteilen. Insgesamt 29 700 Euro für das zweite Halbjahr 2017.

Eine Summe zur Unterstützung junger, leistungsorientierter Sportler und für Vereine, die durch Sponsoren, Spenden und den Ertrag des 25-Stunden-Laufs im Kurpark zusammengekommen ist, sich für das gesamte Jahr auf stolze 60 000 Euro beläuft. „Ich weiß, wie das ist, wenn man von Anfang an gefördert wird“, zeigt sich auch 800-Meter-Ass Marc Reuther dankbar. „Das ist schon krass, dass es die Wispo in Wiesbaden gibt. Ich weiß durch Konkurrenten, dass das in anderen Städten nicht der Fall ist“, bekräftigt Mountainbike- und Crossrennfahrer Björn Traenckner aus den Reihen des RSC Wiesbaden. Der 19-Jährige hört aber nun als Profi auf, um sich zunächst an der TU Darmstadt auf sein Maschinenbau-Studium zu konzentrieren. Schwimmtalent Rosalie Kleyboldt vom SCW hegt derweil Ambitionen, träumt 2018 von der Teilnahme an der Junioren-Europameisterschaft in Finnland und davon, dass in Wiesbaden ein Schwimmbad mit 50-Meter-Bahn gebaut wird.

Oberbürgermeister Sven Gerich versprach mit Blick auf den am 21. Dezember zu beschließenden Doppelhaushalt alle Hebel in Bewegung zu setzen, dass sich für dieses Projekt und die weiteren Sportstättenpläne Mehrheiten finden. Judo-Weltmeister Alexander Wieczerzak erschien im blauen Wispo-T-Shirt, wurde geehrt und von Ute Buss mit den besten Wünschen in Richtung Olympia 2020 in Tokio bedacht.

Siegbert Geuder vom Judo-Club Kim Chi verwies auf das geplante Nachwuchs-Leistungszentrum innerhalb der nächsten zwei Jahre, während sich Bernd Stüllein, Ehrenvorsitzender des Tischtennis-Clubs Rot-Weiß Biebrich, auf die Gastgeber-Rolle seines Vereins bei den deutschen Jugendmeisterschaften 2019 freut.

Mit Sieg (9:5 in Hofgeismar) und Niederlage (4:9 in Kassel) auf der Nordhessenfahrt konnte Tischtennis-Oberligist TTC RW Biebrich gut leben. 

Oberliga Hessen

SVH Kassel – TTC RW Biebrich 9:4. – Als zu stark erwies sich der Tabellenzweite für die Rot-Weißen, auch wenn Bomsdorf/Kacerauskas, Matthias Bomsdorf (2) und Agnius Kacerauskas zu Beginn der Partie noch mithalten konnten.

TTC Hofgeismar - TTC RW Biebrich 5:9. – Nach nur einem Doppelgewinn durch Bomsdorf/Kacerauskas zu Beginn lösten anschließend Jens Lilienthal, Niels Felder mit jeweils einem Sieg an der Spitze sowie die herausragenden Matthias Bomsdorf (2), Agnius Kacerauskas (2) und Andreas Gehm (2) die Pflichtaufgabe beim Tabellenvorletzten.

Damen-Hessenliga Süd-West

TTC RW Biebrich – SV Ober-Kainsbach 3:8. – Tran/Lauf, Katharina Schrenner und Thao Tran brachten die Rot-Weißen mit 3:2 in Front. Dann siegten nur noch die Gäste und ließen noch drei Satzgewinne zu.

Damen-Verbandsliga West

TTC RW Biebrich II – SG Hattersheim 5:8. – Hardt/Schütz-Lermann, eine überragende Katharina Hardt (3) und Corinna Friese hielten ordentlich mit, bleiben aber in Abstiegsgefahr.

Von Stephan Crecelius und Matthias Laux

WIESBADEN - In den Trainingseinheiten beim TTC Rot-Weiß Biebrich kann es komplett unterschiedlich aussehen. An manchen Tagen stehen teils 25 Kinder in der Halle. Junge Tischtennisanfänger, die ihre Freude am Spiel gerade erst entdecken. Doch es gibt auch andere Tage. An denen in kleinen Gruppen von maximal zehn Leuten mit zwei Trainern gespielt wird. Der Leistungsgedanke im Vordergrund steht – und Talente geschmiedet werden. „Ich denke, ein Verein muss beides bedienen“, sagt Marc Köhler, 1. Vorsitzender beim TTC. „Aus der Breite entsteht die Spitze.“

Und auch die steht bei den Biebrichern im Vordergrund. Im September wurde der Verein sogar mit dem „Grünen Band“ ausgezeichnet. Eine, wenn nicht die bedeutendste Auszeichnung in Deutschland für Nachwuchsförderung im Leistungssportbereich – die mit 5000 Euro dotiert ist. „Mehr geht eigentlich nicht“, sagte Köhler. Zudem wurde den Biebrichern zuletzt die Ausrichtung der nationalen Deutschen Jugendmeisterschaft 2019 übertragen. Auch die Ausrichtung eines Länderspiels war mal ein Thema. Dafür hätte der TTC aber mit mehreren tausend Euro in Vorkasse treten müssen. „Das“, sagt der 40-jährige Köhler, „war uns zu riskant.“

Es sind Erfolge, die trotz einer schwierigen Hallensituation erreicht wurden. Denn mit den Bedingungen in der Sporthalle der Otto-Stückrath-Schule sind die Biebricher nicht zufrieden. Zum einen sei die Halle zu klein, sagt Köhler. Noch schwerer dürfte aber der marode Zustand wiegen. „Es kommt schon vor, dass zum Beispiel unsere Oberliga-Gegner in die Halle kommen und sagen: ,Was ist denn das?‘“, berichtet Köhler. Vor allem im Werben um Neuzugänge seien die Bedingungen ein echter Nachteil: „Es ist schon vorgekommen, dass Spieler aufgrund der Halle nicht zu uns gewechselt sind. Die Situation ist ein Problem.“

Nur einen – fast schon zynischen – Vorteil hat die Halle: „Aufgrund der Bedingungen sind nach und nach die Vereine rausgegangen. Nur wir sind übrig geblieben“, sagte Köhler. „Wir können von daher jeden Tag in der Halle trainieren.“ Dennoch würde sich Köhler für die über 60 Jugendlichen im Verein bessere Bedingungen wünschen. Einmal pro Woche findet momentan zudem ein Training in der Sporthalle der Freiherr-vom-Stein-Schule statt. „Wir hätten gerne noch einen zweiten Tag.“ Trotz der schwierigen Hallensituation: Eigene Talente haben die Biebricher einige produziert. Erst im vergangenen Jahr holten die Schülerinnen um Franziska Bohn den vierten Platz bei den deutschen Meisterschaften. Im Mai wurden die Mädchen mit der Wiesbadener Dilthey-Schule Deutscher Schulmeister. Lohn war die Qualifikation für die Weltmeisterschaften auf Malta im April – alle Spielerinnen schlagen beim TTC Rot-Weiß Biebrich auf.

Mit zwölf Jahren erste Einsätze im Herrenbereich

Im Herrenbereich ist der 17-jährige Niels Felder fester Bestandteil der Biebricher Oberligamannschaft. Bekam bereits vor fünf Jahren – also mit zwölf – in der ersten Herrenmannschaft seine Einsätze. „Das ist natürlich die Ausnahme“, sagt Köhler. Die aber zeigt, dass die Durchlässigkeit bei den Biebrichern von Jugend- in den Herrenbereich vorhanden ist. Allerdings müssen die Herren und Damen auch in entsprechend hohen Klassen spielen. „Sonst“, weiß Köhler, „verliert man die Jugendlichen.“ Unter der Woche würden die Besten ohnehin in Frankfurt trainieren. „Dann funktioniert es nur über die Klasse.“

Dass die Hallensituation nicht optimal ist, das unterstreicht indes auch Felder. „Ich trainiere zwar unter der Woche eigentlich nur im Internat“, so der 17-Jährige, „aber an den Wochenenden, da geht man in der Otto-Stückrath-Schule jetzt nicht wirklich gerne duschen.“ Hinzu komme: „Wir haben da immer ein Problem mit dem Lichteinfall. Da kann es schon sein, dass an einem Tisch plötzlich gar nichts mehr geht, weil die Sonne so reinstrahlt.“

Nachwuchskräfte binden die Biebricher daher vor allem über hohe Ligen. Und bilden auch ausgewählte Jugendliche zu Trainern aus. Der Verein übernimmt dabei die Kosten in Höhe von ungefähr 400 Euro. „Unsere meisten Trainer kommen aus dem eigenen Verein“, sagt Köhler, der selbst seit über 30 Jahren bei den Biebrichern aktiv ist. Und in dieser Zeit von Anfänger bis Leistungssportler wohl schon alles trainiert hat.

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