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WIESBADEN - Denisa Cotruta steht an der großen grünen Tischtennisplatte. Konzentriert wartet die Neunjährige auf den Ball ihrer Gegnerin. Als er kommt, schlägt sie sicher und variantenreich zurück. Ihr Trainer beim TTC RW Biebrich ist immer wieder verwundert, wie kontrolliert die Grundschülerin agiert. „In ihrem jungen Alter ist das eher selten. Sie hat zudem einen sehr guten Aufschlag, spielt schnell und gut nach vorn, kann lange Ballwechsel“, erklärt David Rothmann. Denisa ist ein Naturtalent. In kürzester Zeit schaffte sie den Sprung ins Leistungszentrum nach Frankfurt und in den Hessenkader. Entwickelt sie sich in diesen rasanten Schritten weiter, wird sie im kommenden Jahr bei der Bundeskadersichtung dabei sein.

„Das ist eigentlich nicht normal. Die meisten Talente brauchen zwei, drei Jahre, um in den Kader zu kommen“, sagt Rothmann. Bei Denisa hat es nicht mal zwölf Monate gedauert. Dabei ist sie im Februar 2016 eher zufällig zum schnellen Sport mit der kleinen Kelle gekommen. „Da habe ich auf einem Spielplatz zum ersten Mal überhaupt gespielt. Das hat mir gleich supergut gefallen. Es ist so ein schöner und sauberer Sport. Man braucht viel Konzentration“, erzählt die Viertklässlerin aus Trebur bei Groß-Gerau. Nur wenige Tage später nahm sie an einer Minimeisterschaft in ihrem Heimatort teil und gewann auf Anhieb. Danach gab es kein Halten mehr. „Manchmal weiß man einfach gleich, wenn man etwas gut kann. Sie hat gemerkt, dass sie Talent und Freude hat“, sagt Rothmann.

Beim TSV 05 Trebur machte das in Spanien geborene Mädchen mit rumänischen Wurzeln ihre ersten Schritte im Verein. Doch der wurde schnell zu klein für sie. Bereits im November 2016 folgte der Ruf ins Landesleistungszentrum Frankfurt. Dort trainiert sie mittlerweile viermal in der Woche beim ehemaligen Bundesliga- und Nationalspieler Peter Engel. Zusätzlich übt sie seit dem Sommer einmal wöchentlich in Biebrich.

Für die Familie, die erst seit ein paar Jahren in Deutschland wohnt, bedeutet das einen hohen zeitlichen Aufwand. Der Papa begleitet seine Tochter zum Training und zu den Wettkämpfen. Erste Erfolge konnte Denisa bereits feiern, die Pokale stehen gut sortiert im Kinderzimmer. Bei einem internationalen Turnier im belgischen Lüttich wurde sie starke Achte. Im Dezember sollen bei den Hessenmeisterschaften weitere Titel folgen. Dort hat sich die Schülerin sowohl für die Konkurrenz bei den Schülerinnen C wie auch den älteren B-Mädchen qualifiziert. Denisa geht optimistisch in die Spiele, kennt aber auch noch ihre Reserven. „Ich bin erst am Anfang, habe noch so viel zu lernen“, erklärt die Rechtsauslegerin, die eifrig am Spin übt. Der gelingt ihr noch nicht. Für ihren Traum, einmal eine der besten Tischtennisspielerinnen zu werden, will sie alles geben. Großes Vorbild ist dabei niemand Geringeres als der aktuell weltbeste Spieler Ma Long aus China – amtierender Weltmeister, Olympiasieger und Weltranglistenerster.

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