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Wiesbadener Kurier vom 26. März 2018

Von Angelika Eder

Heute wird er 65 Jahre alt: Bernd Stüllein, der eingefleischte Ehrenamtler aus Erbenheim. Für ihn ist es selbstverständlich, dass er sich ungeachtet des Rentenalters weiterhin für Tischtennissport und Jugend engagieren wird – wie seit über drei Jahrzehnten. Dass dieser Einsatz vor Kurzem mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen gewürdigt wurde, freut ihn sehr, zumal der Staat seiner Meinung prinzipiell zu wenig tut, um das Ehrenamt zu fördern.

Kein Geld für Kostenpauschale

„Man sollte zumindest einen Betrag X am Ende des Jahres bei der Steuer absetzen können, denn manche Vereine haben heute noch nicht einmal Geld für eine Kostenpauschale. Und es fallen dochzwangsläufig Fahrtkosten und andere Ausgaben an.“ Aber auch ohne diese Möglichkeit bleibt der einst bei „Lachmann Pelze” tätige Kürschnermeister dem TTC Rot-Weiß 1921 Biebrich als Ehrenvorsitzender und Berater erhalten. In diesem Verein, der seinerzeit noch Sportverein Rot-Weiß 1921 Biebrich geheißen hatte und auf Stülleins Initiative hin umbenannt worden war, fungierte er von 1984 bis 1990 sowie von 1998 bis 2012 als Vorsitzender.

2006 rief er die Damenabteilung ins Leben

Als solcher vermochte er kontinuierlich die Zahl der Mitglieder und Mannschaften zu steigern. „Heute ist das einer der größten Tischtennis-Vereine im Rhein-Main-Gebiet und darin spielt die beste weibliche Jugend in Hessen“, betont Stüllein voller Stolz. Und das zu Recht, schließlich war er es, der 2006 die Damenabteilung ins Leben rief, die mittlerweile vier Mannschaften stellt.

Vorbereitung der Deutschen Jugendmeisterschaft

Eine Herzensangelegenheit ist ihm auch schon lange die Unterstützung von Kindern mit Migrationshintergrund. In Gesprächen mit ihnen, die meist infolge der Ortsmeisterschaften an Biebricher Grundschulen zum TTC Rot-Weiß kommen, stelle man fest, wie man helfen könne. „Das reicht von der Hausaufgabenüberwachung bis zur Vermittlung einer Lehrstelle.“

Zu diesem Zweck gibt es laut Stüllein auch unter der Leitung seines Nachfolgers Marc Köhler ein gutes Team in dem Verein mit derzeit rund 200 Mitgliedern. Für die Jugendbetreuung steht der Senior selbst nach eigenen Worten als „Stand-by-man“ zur Verfügung. Wenn etwa ein Trainer ausfalle, springe er ein, auch wenn er nach drei Operationen des Karpaltunnel-Syndroms nicht mehr so richtig spielen könne. Aber es reiche, um mal etwas zu demonstrieren und Ratschläge zu geben.

Momentan ist Bernd Stüllein in die Vorbereitung der Deutschen Jugendmeisterschaften involviert, die im April 2019 im TTC Rot-Weiß stattfinden werden. „Das ist schon etwas Großes, denn dann sind Jugendliche dabei, die in ein paar Jahren bei der Olympiade antreten.“ Bei dem Gedanken daran beginnt er im Gespräch mit dieser Zeitung zu strahlen. Ihm geht halt unübersehbar das Herz auf, wenn er über Tischtennis spricht, „eine der anerkanntesten Bewegungssportarten, bei der jeder Muskel beschäftigt ist und den man, wenn man einigermaßen fit ist, bis ins hohe Alter spielen kann. Wir haben eine Hobbyabteilung, in der Menschen über 70 spielen.“

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