Bildungsspender

JDM im Tischtennis: Duell der Freundinnen

WIESBADEN - Sophia Klee und Anastasia Bondareva liegen sich in dem Armen. Die Freundinnen haben gerade zum dritten Mal das Doppel der Deutschen Jugendmeisterschaften im Tischtennis gewonnen, waren als Team genau aufeinander abgestimmt, waren füreinander da, haben funktioniert. Nur fünf Minuten später standen sich Klee und Bondareva im Einzel gegenüber – nicht das erste Duell, das die Erste der deutschen Rangliste Klee und Ranglistenzweite Bondareva am Netz gegeneinander ausgetragen haben.

„Ich weiß gar nicht, wie oft wir schon gegeneinander gespielt haben“, sagte Klee. Die 15-Jährige entschied in der Halle am Platz der Deutschen Einheit nun zum dritten Mal diesen Zweikampf für sich. Zumindest bei der JDM. „Sonst“, verriet die 16-jährige Bondareva, „gewinne ich immer gegen sie“. Die Freundschaft, da sind sich die beiden einig, belaste das aber nicht. „Wir kennen uns jetzt seit zehn Jahren im Tischtennis“, sagte Klee über die „gewohnte Situation“. Bondareva ergänzte: „Man sieht nicht, wer einem da gegenüber steht“, so sehr sei man im Spiel fokussiert. „Ich gönne ihr den Sieg.“

Von Wiesbaden als Austragungsstätte der JDM sind die beiden Hessinnen – Klee startet für den SC Niestetal, Bondareva für den VfR Fehlheim – begeistert. „Die Organisation war top und die Halle ist ideal“, sagt Bondareva. Siegerin Klee findet „die Halle auch ideal für eine Deutsche Meisterschaft“. Die Meisterschaft der Damen und Herren, wie zuletzt in der Rittal Arena in Wetzlar, wird es in nächster Zeit aber wohl eher nicht in Wiesbaden geben. „Da müssten wir 32 Tische stellen, das ist hier in der Halle nicht möglich“, sagt Marc Köhler, Vorsitzender des TTC Rot-Weiß Biebrich und zusammen mit dem TuS Nordenstadt als Ausrichter verantwortlich für die Durchführung. In der Halle am Platz der Deutschen Einheit könnten sie allerdings nur höchstens 16 Tische stellen. „Für die DM bräuchten wir eine noch größere Halle oder zwei Hallen, die direkt nebeneinander liegen“, erklärt Köhler.

Dann klingelt das Handy. Oliver Wirbs, der Abteilungsleiter Tischtennis vom TuS Nordenstadt, ist dran. Vorm Finale muss noch das Siegerpodest aufgebaut, Pokale und Medaillen zurechtgelegt werden. Dauereinsatz für Köhler, Wirbs und alle ehrenamtlichen Helfer. „Das ist natürlich alles größer und professioneller“, sagt Wirbs, seit 20 Jahren unter anderem mitverantwortlich für die Kreismeisterschaften in Wiesbaden. „Ich bin beeindruckt. Von der Veranstaltung und vom sportlichen Niveau, das hier am Wochenende geboten wurde“, sagt Wirbs und meint damit natürlich auch das Einzelfinale der Jungen, in dem sich ebenfalls zwei Titelfavoriten gegenüber standen: Kay Stumper vom SV Salamander Kornwestheim siegte im Duell gegen Kirill Fadeev (VfR Fehlheim). Für Stumper schon der zweite Titel, den er sich in Wiesbaden sicherte: Zwei Jahre zuvor gewann das Ausnahmetalent an gleicher Stelle die U15 gegen eine überwiegend ältere Konkurrenz. Das Doppel ging mit Sven Hennig (FT V. 1844 Freiburg) und Tobias Tran (SpVgg Gröningen-Satteldorf) ebenfalls nach Baden-Württemberg.

Biebrich: Zum 100-jährigen Bestehen ein Länderspiel?

Derweil träumt Biebrichs Vorsitzender Köhler schon von der nächsten Großveranstaltung. In zwei Jahren, 2021, feiern die Rot-Weißen nämlich ihr Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen. „Ein Länderspiel, das wäre mal was!“, hat Köhler schon beim Hessischen Tischtennis-Verband angefragt.

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