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Unsere Vereinsgeschichte bis 1996
Die RWB Geschichte

Den SV "Rot-Weiß" 1921 Biebrich e.V.
kennt jeder als reinen Tischtennis-Verein, allein das Namenskürzel SV verrät eine sportliche vielfältigere Vergangenheit.

Leider ist es uns nicht möglich, die Geschichte des Vereins vor der Wiedergründung in 1960 zu rekonstruieren, da leider keine Akten und nur sehr spärliche Informationen vorhanden sind. Diese Erfahrung mussten wir schon bei der Eintragung des Vereins 1990 in das Vereinsregister machen, wo entsprechende Nachweise von Amts wegen verlangt wurden.

Selbst die Recherche bei der Deutschen Jugend Kraft (DJK), RWB war bis 1975 dort Mitglied, war erfolglos, weil ein Teil des Archivs im 2.Weltkrieg vernichtet wurden. So wissen wir vom Gründungsjahr eigentlich nur durch unseren Vereinsnamen. Dank der Hilfe von Josef Merkel, der 1926 Mitglied bei Rot-Weiß wurde, konnten wir trotzdem einige Fragmente der Zeit vor 1960 rekonstruieren.

Rot-Weiß Biebrich wurde in einer Zeit gegründet, in der die Wunden des I. Weltkriegs noch lange nicht verheilt waren, die Weimarer Republik noch sehr jung war. Er wurde als DJK-Verein gegründet, also mit einer konfessionellen Bindung, und hatte bis 1930 seine größten Erfolge in Fußball, Handball und Turnen. In den dreißiger Jahren wurde der Verein, wie andere auch, durch die Nazis aufgelöst.

Erst im Jahre 1960 wurde Rot-Weiß-Biebrich als Rechtsnachfolger des aufgelösten Vereins mit den Abteilungen Tischtennis, Fußhall, Frauengymnastik und Schwimmen unter dem 1. Vorsitzenden Josef Merkel wiedergegründet. Schon nach knapp einem Jahr zählte der Verein 190 Mitglieder, ein voller Erfolg der Mannschaft, die die Wiedergründung ermöglicht hatten.

Ein wichtiges Element der Wiedergründung war die Mitgliedschaft in der DJK. Grußwort wie "Heil-Jugend Kraft" klingen heute sehr befremdlich, doch waren sie in der durch die katholische Kirche getragenen Gemeinschaft scheinbar selbstverständlich.

Da war es nur konsequent, bei den zuständigen Stellen der Sportverbände zu beantragen, nicht am Sonntagmorgen zu spielen, um den Jugendlichen die Teilnahme am Gottesdienst zu ermöglichen. Geprägt wurde diese Zeit durch den damaligen Vorsitzenden Josef Merkel. Die sportliche Ausrichtung hin zum reinen Tischtennis-Sport entwickelte sich schon in den ersten 5-10 Jahre nach der Wiedergründung, nicht zuletzt unter dem Einfluss des neuen Vorsitzenden Walter Herrmann, der zuvor Leiter der Tisch-Tennis-Abteilung war.

Die Frauensportgemeinschaft stieg 1964 aus dem RWB mit der Gründung eines selbständigen Vereins aus. o Die Fußballabteilung, die im übrigen eine Zeitlang eine Spielgemeinschaft mit dem SV Biebrich 1919 hatte, wurde Ende der 60er aufgelöst. Aber eine Mannschaft mit italienischen Spielern, spielte aktiv unter der Schirmherrschaft von Rot-Weiß Biebrich weiter.
Sie war eine der ersten hessischen Mannschaften mit rein ausländischen Spielern. 1975 wurde aus dieser Gruppe der SV Italia gegründet und die Lizenz übergeben. Tischtennis stand also in der neueren Vereinsgeschichte schon bald im Mittelpunkt des Geschehens. Auch die sportlichen Erfolge, Aufstieg bis in die Landesliga, mit hessischen ; Spitzenspielern in den eigenen Reihen waren ein Highlight der 60er Jahre.

Dabei war der Start des Spielbetriebs im Josefshaus nicht sonderlich zukunftsweisend: Training im Winter unter "Polarbedingungen" mit Handschuhen und Wollmütze lassen wenig an sportliche Erfolge glauben. Aber die Spieler der ersten Stunde wie Dirk Foellmer, Bernd Mettner, Walter Herrmann, Ferdinand Spreng, Willi Breitenbach, Walter Knetsch, Dieter Silz und Heinz Neiter ließen sich davon nicht schrecken. Mit dem Umzug in die Pestalozzi Schule verbesserten sich die sportlichen Möglichkeiten enorm.

Die Tischtennisabteilung und damit der RWB machte sich neben den sportlichen Erfolgen v.a. auch einen Namen als Organisator von 11 bundesoffenen Turnieren in der Elsässer Sporthalle unter der Schirmherrschaft der Landeshauptstadt Wiesbaden. Deutsche Spitzenspieler wie Wilfried Lieck, Eberhard Schöler, Diane Schöler, Erich Arndt u. v.a. gehörten in vielen Jahren zu den Gästen dieses Turniers. Anfang der 70er hatte der Verein eine sportliche Zäsur. Der Abstieg bis in die Bezirksklasse infolge Weggangs einiger Spieler, wenig Nachwuchs, der die Lücken hätte schließen können, sind deren Merkmale.

Der Umzug in die Otto-Stückrath-Schule 1972 sollte ein Neubeginn mit attraktiven und modernen Trainingsvoraussetzungen, insbesondere für Jugendliche, sein. Mit der Verpflichtung von Martin Perger (damals Oberliga-Spieler) als Jugendtrainer war ein weiterer Grundstein für den sportlichen Wiederaufbau gelegt. Schon ein paar Jahre später konnten wir die südwestdeutsche Meisterschaft mit Spielern wie Frank Bär, Uwe Klose, Lars Baum und Norbert Hergenhahn feiern. Der Verein wuchs dank einer konsequenten Jugendarbeit auf 190 Mitglieder an. Sieben Mannschaften konnten damals gemeldet werden.

Aus dem Kreis der Jugend entstand eine Vereinszeitung, das RWB-lnfo, viele Fahrten zu Turnieren wurden organisiert. Ein Höhepunkt für die Jugendabteilung waren damals sicher die Flensburg-Fahrten, an die sich viele unserer Mitglieder sicher noch gut erinnern können. Mit dem Übergang dieser Generation zu den Herren und mit dem Umzug des Jugendleiters Stephan Könicke, der neben Dieter Senger, (Vorsitzender ab 1975), maßgeblichen Verdienst an diesem Aufschwung hatte, fand diese Ära ihr Ende. Die Entwicklung vom RWB zu Beginn der 80er Jahre war geprägt von den Aktiven.

Der Aufstieg in die Gruppenliga, heute Bezirksoberliga war der Ausgangspunkt. Der Höhepunkt dieser Entwicklung war 1985 der Aufstieg in die Landesliga (heute Verbandsliga), nach einem Jahr Abstieg, um anschließend wieder aufzusteigen. Die Jugendabteilung wurde bis Mitte der 80er Jahre stark vernachlässigt, bis Frank Döcke sich dieses Problems annahm.
Ihm ist es zu verdanken, dass in den vergangenen Jahren junge Spieler in die Herren-Mannschaften eingebunden werden konnten und dass wir heute die stärkste Jugendmannschaft im Bezirk West stellen. Sie bietet ein hervorragendes Spielerpotential für die Zukunft.
Neben den sportlichen Aktivitäten hat der Verein seit 1989 sich aktiv am Biebricher Vereinsleben beteiligt, v.a. durch unseren Stand am Mosburgfest. Insbesondere die Abendschicht im Stand, ist eine beliebte "Arbeitszeit". Zum Schluss soll noch kurz auf die weitere Zukunft hingewiesen werden. Ein Verein lebt durch die Aktivitäten seiner Mitglieder.

Dies erschöpft sich nicht im reinen Sportbetrieb, sondern heißt auch Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, die Übernahme von Arbeit und Verantwortung. Beim RWB zeigt sich dies beispielsweise dadurch, dass etwa die Hälfte unserer erwachsenen Mitglieder schon mal einen Vorstandsposten innehatten. Trotzdem ist nicht zu verkennen, dass die individuelle Interessengestaltung, die Bindung an den Verein als primäres Motiv nachlässt.

Gleichwohl haben Vereine in einer Zeit des Wandels -Stichworte wie Auflösung von Traditionen Orientierungslosigkeit der Jugend, Verschärfung sozialer Spannungen- seien genannt, immer noch ihre Aufgaben: Insbesondere den Jugendlichen sollen sie die Möglichkeit bieten, sich sportlich betätigen zu können, aber auch im Vereinsleben Gemeinschaft, Diskussion und Demokratie zu erlernen.

Die Vereine, und das gilt genauso für den RWB, müssen deshalb lernen, auf die Jugend zuzugehen, ihre Bedürfnisse und Einstellungen kennen zu lernen und damit ihnen und ihren Eltern gemeinsam die Zukunft zu gestalten.

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